DENOG v2

Malte von dem Hagen malte.von.dem.hagen at heg.com
Di Dez 13 13:11:34 CET 2016


Hallo,

Am 13.12.2016 um 09:46 schrieb Sebastian Abt <sabt at sabt.net>:
>> Am 12.12.2016 um 23:59 schrieb Kai 'wusel' Siering <wusel+ml at uu.org>:
>>>> FĂŒr alles, was Malte geschrieben hat, benötigen wir eine juristische  
>>>> Person. Aber was ist, wenndiese juristische Person muss nicht das  
>>>> bisherige DENOG ablöst, sondern z.B. ein “Freunde & UnterstĂŒtzer  
>>>> DENOGs e.V.” (wild aus der Luft gegriffener Name) neben dem jetzigen  
>>>> DENOG ist? Wer möchte, kann dem Verein beitreten und die Ziele von  
>>>> DENOG dadurch unterstĂŒtzen. Man kann die Satzung so verfassen, dass  
>>>> klar ist, dass es sich an DENOG anlehnt, aber nicht etwas von DENOG  
>>>> ĂŒbernehmen möchte.
>>>
>>> Den Namensvorschlag finde ich sehr holprig und schon sehr  
>>> unverbindlich, was dann - mit entsprechender Satzung - wieder bei der  
>>> GemeinnĂŒtzigkeit Schwierigkeiten macht und der Sache auch nicht gerecht  
>>> wird.
>>>
>>> Ich sehe das Problem ehrlich gesagt auch nicht - es ist eine reine  
>>> Entscheidung von uns allen, wie offen oder nicht man sein möchte, auch  
>>> als e.V.
>>
>> Ich sehe das Problem latent schon, wenn sich die juristische Person  
>> »DENOG e. V.« z. B. aufmacht, die Namensrechte an »DENOG« zu sichern —  
>> was dem losen Zusammenschluß, der derzeit DENOG ist, gar nicht möglich  
>> ist. Streit um Namen sind ja nun selbst im FOSS-Umfeld nicht gÀnzlich  
>> unbekannt.

Siehe auch unten - wenn die Mitglieder das wollen, kann sich so ein Verein  
natĂŒrlich die Namensrechte sichern, daß sehe ich aber als genau das - ein  
Sichern fĂŒr die Community, bevor jemand anders auf die Idee kommt.

>> Daher anders gefragt: gibt es denn ein prinzipielles Problem, z. B. daß  
>> die eco Service GmbH als zukĂŒnftiger Veranstaltungspartner entfĂ€llt?
>
> Meines Wissens nicht.  Ich persönlich fÀnde es aber gut, wenn die  
> Community im Stande wÀre, bestehende und neue Dinge ohne AbhÀngigkeiten  
> zu Externen realisieren zu können und es im gesamten Wirken fĂŒr die  
> Community auch Transparenz und Steuermechanismen gÀbe.

+1 - Ich lese bei einigen hier Bedenken heraus, daß ein DENOG e.V. die  
Community abhĂ€ngig machen wĂŒrde - sehe allerdings genau das Gegenteil  
erfĂŒllt. Wir wĂŒrden unabhĂ€ngiger von bspw. einem eco, könnten einzelne, die  
sich bisher engagieren, von der Haftung entlasten und eine Art sicherer  
Hafen sein.

Wenn man die Regeln fĂŒr eine Mitgliedschaft entsprechend gestaltet, kann  
man auch Einflussnahme durch Unternehmen erschweren - z.B. folgend Arnolds  
Vorschlag, nur natĂŒrliche Personen aka Menschen als ordentliche Mitglieder  
zuzulassen.

Generell kann ich das GefĂŒhl „e.V. _gegen_ Community“ zwar mit etwas MĂŒhe  
emotional nachvollziehen (VerÀnderung und so), sehe es aber genau  
andersherum - der Verein wÀre Teil unserer Community, Àhnlich (nicht  
identisch) dem erwÀhnten Beispiel mit dem RIPE vs RIPE NCC. Auch das kann  
man wunderbar in einer Satzung unterbringen - und das sollten wir auch tun,  
wenn es so kommt.

Ebenso kann man den bestehenden Konsens(?), daß wir eben keine Lobbyarbeit  
in Richtung Wirtschaft oder Politik machen, festschreiben - genauso wie die  
erwĂŒnschte(?) Zusammenarbeit mit anderen, technischen Orgs wie *NOG oder  
Normungsgremien wie IETF.

DENOG e.V. sollte nicht ausschließen, sondern denen, die das möchten, einen  
Rahmen bieten, Funding ermöglichen, Haftung nehmen.

Und nochmal: So ein Verein lebt von seinen Mitgliedern und genau die sind  
das höchste Organ. Die Mitgliederversammlung bestimmt alle Geschicke,  
basisdemokratischer geht’s kaum im deutschen Rechtsraum.

Rein praktisch glaube ich schlicht nicht daran, daß sich groß was Ă€ndern  
wĂŒrde. Ich sehe keine große Gefahr, daß jemand von irgendwas ausgeschlossen  
wĂŒrde, eingeschrĂ€nkt wĂŒrde oder irgendetwas anders machen mĂŒsste als  
bisher. Ich sehe nur viele „KANN“-Optionen.

Der einzige Nachteil eines DENOG e.V. ist m.E. der administrative Aufwand -  
und der steht und fÀllt mit dem Engagement derjenigen, die sich da  
einbringen möchten/können.

In Bezug auf die „DENOG Veranstaltungen GmbH“ (o.Ă€.) denke ich, daß das der  
zweite Schritt wÀre - nach Bedarf und Möglichkeit, wenn man den ersten  
getan hat.

Viele GrĂŒĂŸe,

Malte
-- 
Malte von dem Hagen
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